Wird der Newsletter nicht korrekt dargestellt, klicken Sie bitte hier    |    Newsletter abbestellen
Figura Theaterfestival
Baden, 12.–17. Juni 2018
 
 

Liebe Freundinnen und Freunde des Figura Theaterfestivals

Auf die Plätze, fertig, los: Von der politischen Grossproduktion über virtuoses Handpuppenspiel und provozierendes Objekt­theater bis hin zur multimedialen Märcheninstallation: 34 erstklassige Inszenierungen aus zehn europä­ischen Ländern, Israel, Brasilien und USA – darunter 18 Schweizer Erstaufführungen, zwei Factory-Premie­ren und ein Kapellen-Release – erobern anlässlich des FIGURA Theaterfestivals vom 14. bis 19. Juni 2016 die Bühnen, Plätze und Strassen von Baden und Wettingen.

Das Programm ist bereits im Netz aufgeschaltet, die Hefte wurden verschickt und verteilt. Zum Glück liegt nun noch Pfingsten dazwischen, so bleiben genügend Zeit und Musse, um rechtzeitig das persönliche FIGURA-Programm zusammenzustellen. Der Vorverkauf beginnt heute, 9. Mai. Die Tickets sind wie immer über starticket.ch oder Info Baden (Tel. +41 56 200 84 84, kulturagenda.baden.ch) erhältlich. Wer noch etwas Starthilfe benötigt, der findet in diesem Newsletter Wissenswertes rund um die diesjährigen Neu- und Besonderheiten von FIGURA.

 

 

FIGURA-Schmankerl

Es versteht sich von selbst, dass jede einzelne Produktion hier eine Erwähnung wert wäre, hier aber trotzdem ein paar herausgepickte Schmankerl: Bei «Saurus» (NL) trampeln meterhohe Dinosaurier durch die Badener Altstadt und lassen das Mesozoikum wieder aufleben.
Mit Wiedergängern haben auch die MitarbeiterInnen des Hilde-Lindner-Instituts zu tun, denn hier werden die ‚unsterblichen Überreste’ von Diktatoren aufbewahrt. Die Despoten werden in der Inszenierung «Der grosse Abend der kleinen Diktatoren» des Theater Laboratorium (DE) zu unfreiwilligen Clowns.
«Irrungen & Wirrungen – die Liebe steht Kopf» von Theater Blau (CH) bringt Shakespeares «Sommernachtstraum» raus aus dem Theater und hinein in den Wald und begibt sich dabei auf die Spuren des allen bekannten Gefühlschaos der ersten Liebe. Ebenfalls im Wald tummelt sich Rotkäppchen. Wer dies aber als Kindermärchen abgebucht hat, sollte es sich nochmals anders überlegen: Die spanische Gruppe Insectotròpics bringen mit «La Caputxeta Galàctica – Das  galaktische Rotkäppchen» (ES) eine multimediale Show auf die Bühne, die sich ausschliesslich an ein erwachsenes Publikum richtet. «Das Lobbüro» (DE) beim Festivalzentrum und auf dem Unteren Bahnhofplatz bietet allen, die sich nach mehr Anerkennung sehnen, eine Runde Bebauchpinselung.
Der 2000 Seiten umfassende Roman «Les Misérables» (BE) von Victor Hugo wird von der Compagnie Karyatides (BE) mit Krippenfiguren, Billigstatuetten, Plastikpuppen als Tischinszenierung dem Publikum näher gebracht. Inszeniert wurde die Objekttheater-Produktion von Agnès Limbos, die in der Inszenierung «Ressacs» (BE) ausserdem selbst am FIGURA auftritt und unter deren Leitung ein Workshop für Profis angeboten wird. 



Workshops

A propos Workshop: In langjähriger Tradition werden während dem Festival Workshops für Schulklassen, Kinder und Profis angeboten. Neben dem bereits genannten Objekttheater-Workshop, welcher durch die belgische Theaterkoryphäe Agnès Limbos durchgeführt wird und bereits ausgebucht ist, gibt es für Kinder unter der Leitung von Barbara Winzer im Figurentheater Wettingen ausserdem den Workshop «Figuren aus Recyclingmaterial» (ab 5 Jahren). Direkt beim Festivalzentrum können grössere Kinder bei «Rock’n’Roll-Robot» (ab 10 Jahren) einen motorbetriebenen Tisch-Roboter bauen. Für die beiden Workshops können sich die Kinder am Sonntag 19.6. ab 10 Uhr vor Ort anmelden.



PHILOTHIK am FIGURA

Wieso nimmt man ein lebloses Objekt plötzlich als lebend wahr? Weshalb identifiziert man sich mit bestimmten Rollenfiguren, verabscheut hingegen den Bösewicht? Unter dem Titel «Wahrnehmung und Identifikation im Theater» wird am 19.6. im ThiK (Theater im Kornhaus, Baden) im Rahmen der Veranstaltungsreihe «PHILOTHIK» über den Rezeptionsprozess von Spielfiguren auf der Bühne gesprochen. Die Moderatorin Ruth Wiederkehr empfängt Fred W. Mast, Professor für Wahrnehmungspsychologie an der Universität Bern. Die Veranstaltung ist eine Koproduktion mit dem FIGURA Theaterfestival.



Neu: Festivalzentrum auf dem Kirchplatz

Eine Neuheit erwartet die FIGURA-BesucherInnen auf dem Kirchplatz: Unser Festivalzentrum! Unter dem Dach eines grosszügigen Zeltes kann man sich abends beim Theater Café Roulotte von Dienstag bis Samstag nicht nur ein kulturelles und kulinarisches Bettmümpfeli genehmigen, sondern auch tagsüber in der Liegeecke entspannen und den Festivalstress von einer Fachfrau wegmassieren lassen, an Workshops teilnehmen oder am Infostand Tickets erstehen und Auskünfte einholen. Nicht zu vergessen, dass das Feistvalzentrum, beziehungsweise der Kirchplatz, ebenfalls Start- und Aufführungsort der Strassen- und Freilufttheater «Saurus» oder «Macchina 
per il teatro incosciente», «Headspace» und «Lobbüro» ist und als Treffpunkt für Publikum, KünsterInnen, VeranstalterInnen sowie FIGURA-Team dient.

Musikalisches Rahmenprogramm

Ein wirklich abgerundeter Festivaltag bedarf der entsprechenden musikalischen Unterhaltung. Dieses Jahr bescheren uns Simon Ho & Pedro Lenz mit Andi Hug, Ben Jeger und Christoph Gantert als die Formation Experiment Kapelle eine mit Spannung erwartete FIGURA-Uraufführung (zwei Konzerte). Trampeltier of Love (Bild) mit Simo Hari aka King Pepe, Matto Kämpf und Marc Unternährer sorgen für eine Late Night im Zeichen der grossen Liebe.



5 Fragen an... Priska Praxmarer

Priska Praxmarer ist Schauspielerin, Regisseurin, Puppenbauerin und –spielerin. Sie gehört nicht zu den 0815-BühnenkünstlerInnen, beherrscht sie doch alle Formen gleichermassen aussergewöhnlich gut. Derzeit tourt sie mit dem Kollektiv Kopp/Nauer/Praxmarer/Vittinghoff (KNPV) und der Produktion «41 Stunden» (Bild) sowie mit «Emma und der Mondmann» der Gruppe Die Nachbarn durch die Schweiz und Liechtenstein. Als Teil des Kollektivs Praxmarer, Vittinghoff, Nauer und Mösli nimmt sie am Showcase CH-Schaufenster am FIGURA teil (siehe unten).

Wieso Figurentheater?
Figuren können Dinge tun, die Menschen nicht können oder die man mit Menschen auf der Bühne nicht sehen will (z.B. brutale oder obszöne Dinge lassen sich mit Figuren besser, annehmbarer zeigen). Figuren verführen den Zuschauer, hintergehen seinen Intellekt. Aus fast nichts kann alles werden. Ich baue und (er)finde gerne Figuren, kann mir bauen, wen ich für ein Stück brauche. Das kommt natürlich auch gagenmässig billiger. Figurenspielen ist schön, tief und vergnüglich.
Wo finden Sie Ihre Inspiration/Ideen?
Im Alltag, in der Kunst, in Begegnungen und Gesprächen, im Internet, in meinem Fundus, in meinen Beobachtungen und Erinnerungen und in meinem Drang zu kreieren.
Was für Rituale stehen vor dem Auftritt?
In aller Ruhe mit meinen MitspielerInnen die Requisiten kontrollieren, die Bühne einrichten, atmen, dehnen und dabei ruhig und konzentriert werden.
Wann läuft alles rund?
Wenn das Publikum und wir auf der Bühne im selben Atem stecken (und wenn die Technik keine Mätzchen macht).
Wer ist Ihr Bühnenvorbild?
Es gibt immer wieder SchauspielerInnen, Rollen, Umsetzungen, die mich begeistern und beeindrucken.  Aber eigentlich  kommt es ganz darauf an, was mich gerade beschäftigt. Alles, was ich dazu finde, kann mir Vorbild sein, ein gutes oder ein schlechtes. Da gibt es keine bestimmte Person auf die ich mich immer wieder beziehe. Man kann Technik, Stil und Arbeitshaltung von jemandem abschauen, aber seine Kunst, die muss man selber finden.



FIGURA-Team: Simon Balissat

Simon Balissat ist unser Mann, wenn es darum geht, die Presse zu bändigen und zu füttern. Seit 2014 ist der Badener Teil des FIGURA-Teams, zuständig für Medien und Kommunikation. Vielen mag er als Co-Moderator der Morgensendung «Ufsteller» sowie als Kolumnist «Simple Simon» – beides bei Radio N24 – oder wegen seiner Kolumne beim Badener Tagblatt bekannt sein. Während des Festivals zeichnet er für den Newsletter und die Verlosungen verantwortlich.



Schweizer Schaufenster

Während FIGURA erhalten Schweizer Figurentheatergruppen und -spielerInnen Gelegenheit, am «Schweizer Schaufenster» Ausschnitte aus ihrem aktuellen Schaffen während zehn Minuten den anwesenden nationalen und internationalen VeranstalterInnen vorzustellen.

Jubiläum KIFF/Fabrikpalast Aarau: Sven Mathiasen für FIGURA

Die Kulturinstitution KIFF (Kultur in der Futterfabrik) in Aarau wird 25! Auch der Fabrikpalast, das daran angegliederte Figurentheater, beteiligt sich mit mehreren Veranstaltungen an den Festivitäten rund um das Wochenende vom 27. und 28. Mai. Sven Mathiasen, Figurenspieler und Mitglied der Programmgruppe von FIGURA, wird in diesem Rahmen das Publikum auf das kommende Festival einstimmen.

Die Autorin

Franziska Burger hat ihr Herz schon lange an das animierte Objekt auf der Bühne verloren. In ihrer Doktorarbeit, welche sie am Institut für Theaterwissenschaft der Universität Bern verfasst, versucht sie dem Verhältnis von Spieler und Spielobjekt im zeitgenössischen Figuren- und Objekttheater auf den Grund zu gehen. 

Anregungen, Irritationen und Ideen dürfen gerne an info@figura-festival.ch geschickt werden.

Figura findet man auch auf Facebook
www.facebook.com/figuratheaterfestival

Werde Mitglied!

 
   
Figura Theaterfestival, Bruggerstrasse 37, Postfach, CH-5401 Baden
Tel +41 (0)56 221 75 85, Fax +41 (0)56 221 75 15, info@figura-festival.ch, www.figura-festival.ch