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Figura Theaterfestival
Baden, 14.–19. Juni 2016
 
 

Liebe Freundinnen und Freunde des Figura Theaterfestivals

Neulinge und Neuheiten ist das Thema des Newsletters November/Dezember 2015. Nachwuchsförderung wird im Figurentheater grossgeschrieben: Nachdem in Baden die letzten Bewerbungen für den Grünschnabel eingegangen sind wird in Bochum bald der Fritz an Neulinge verliehen. Ausserdem stellen wir den Frischling im FIGURA-Organisationsteam vor und die Programmgruppe verrät ihre persönlichen Neuentdeckungen im Figurentheater. Erstmals steht in der Kategorie „5 Fragen an...“ ein Kunstschaffender aus dem Bereich Figurentheater FIGURA Rede und Antwort. Also: Von wegen „Alles neu macht der Mai“ – der Herbst ist der neue Frühling.

FIGURA gratuliert der Heilpädagogischen Schule Wettingen zur Funkenflug-Auszeichnung. Prämiert wurde das Theaterprojekt «Mutich sein», welches im Rahmen des letzten FIGURA unter der Leitung der Theaterpädagogin Nina Knecht –Mitglied der FIGURA-Programmgruppe und verantwortlich für «Figura Factory» – realisiert wurde. Der vom Kanton Aargau vergebene Preis wird jährlich an Schulen verliehen, die «herausragende und beispielhafte Kulturarbeit leisten». Tolle Arbeit!

Grünschnabel 2016

Stolze 50 Bewerbungen gingen dieses Jahr für den Grünschnabel 2016 ein: Das sind rund doppelt so viele wie vergangenes Mal. Jungspunde aus neun europäischen Ländern und Israel buhlen mit ihren Dossiers um den vom Kanton Aargau ausgeschriebenen Förderpreis. Besonders viele Kandidaturen stammen aus Deutschland und Belgien. Die Schweiz ist mit neun Bewerbungen aus drei Sprachregionen vertreten.
Der Grünschnabel richtet sich an junge professionelle Figurentheatergruppen und mit ihren ersten Produktionen und wird im Rahmen von FIGURA 2016 bereits zum siebten Mal verliehen.

Grünschnabel

Fritz-Wortelmann-Preis 2015

Ebenfalls einen Förderpreis verleiht das Deutsche Forum für Figurentheater und Puppenspielkunst e.V.(dfp): Der von der Stadt Bochum initiierte Fritz-Wortelsmann-Preis wird im November zum 44. Mal vergeben. Die Trophäe geht neben den Sparten Jugendclubs und Schultheater sowie erwachsene Amateure neu auch an Absolventinnen und Absolventen von Kunsthochschulen. Mit in der Jury sitzt Nina Knecht. 

Fritz-Wortelmann-Preis

Das neue Gesicht bei FIGURA

Neu im FIGURA-Team mit dabei ist seit September Stefanie Bacon. Sie wird bis Juli 2016 als Assistentin der Produktionsleiterin Irène Howald unter die Arme greifen. Die aus Wettingen stammende Aargauerin begeistert sich für das Kulturleben Badens, eine grosse Rolle spielt da natürlich auch das Figurentheater. In Luzern studiert sie Public and Nonprofit Management. Entsprechend wohl fühlt sie sich als Teil des Teams von FIGURA, ebenfalls eine Nonprofitorganisation.

Stefanie Bacon

Highlights der FIGURA-Programmgruppe

Unsere Programmgruppe weiss ganz genau, was auf dem Stückemarkt im Bereich Figurentheater läuft. Was die drei auf ihrer Visionierungs-Tour quer durch die Schweiz und ganz Europa besonders begeistert hat, verraten sie an dieser Stelle:
Eveline Gfeller (künstlerische Leitung) war in Ljubljana (SI) ganz hingerissen von der genial gespielten Inszenierung «SAGA» von Wakka Wakka Productions. Eindrücklich thematisiert die in den USA beheimatete Theatergruppe die Finanzkrise in Island, welche auf dem Inselstaat inzwischen überstanden ist, aber das restliche Europa noch immer fest im Griff hat.
Sven Mathiasen sah am Festival mondial des théâtres de marionnettes in Charleville-Mézières (FR) die Bearbeitung «Les misérables» der Cie. Karvatides (BE) und zeigt sich besonders beeindruckt, wie mit Hilfe von Spielobjekten ein Klassiker als Tischinszenierung in nur 70 Minuten erzählt werden kann, ohne dabei an Substanz zu verlieren.
Nina Knecht ist ganz angetan von der Produktion «Spuren» vom Helios Theater aus Hamm (DE). Die Materialuntersuchung richtet sich an ein Publikum ab 2 Jahren, berührt aber die erwachsenen Zuschauenden gleichermassen.
Man darf gespannt sein, ob eine dieser Produktionen beim FIGURA im kommenden Jahr zu sehen sein wird.

Wakka Wakka Productions: SAGA

5 Fragen an... Peter Rinderknecht

Der Regisseur, Produzent, Musiker, Autor und Schauspieler Peter Rinderknecht ist seit 1982 unter dem Titel «Theater für ein wachsendes Publikum» unterwegs und nicht mehr von der Schweizer und europäischen Theaterlandschaft wegzudenken. Am 14. November feiert er mit der Produktion «Mein Name ist Schaf» im GZ Buchegg (ZH) Premiere. www.peterrinderknecht.ch

Wieso Figurentheater?
Mir gefällt's einfach. Find ich eine spannende Sache.
Wo finden Sie Ihre Inspiration/Ideen?
Manchmal bleibt halt etwas hängen. Eine Beobachtung, eine Geschichte, eine Begegnung, eine Überlegung ...
Was für ein Ritual steht vor dem Auftritt?
Ich suche Durchlässigkeit, eine gute Grundspannung und freue mich auf mein Publikum.
Wann läuft alles rund?
Wenn ich die Zeit vergesse, ganz im Stück leben kann und mich nachher kräftiger fühle als vor der Vorstellung.
Wer ist Ihr Bühnenvorbild?
Wenn mich jemand mit seiner Bühnenkunst umhaut, dann find ich das grossartig. Ich fühle mich beschenkt und reicher – und mach mein eigenes Ding weiter. 

Peter Rinderknecht

Tipps, Hinweise, Literatur

UNIMA Suisse
Die wenigsten können sich unter diesem Namen etwas vorstellen. Der Dachverband der Schweizerischen Figuren- und Objekttheater umfasst sowohl Freischaffende als auch feste Häuser. 1959 gegründet, bietet die UNIMA Suisse seinen Mitgliedern nicht nur eine passende Plattform zum Austausch, sondern organisiert Workshops, koordiniert Symposien und informiert Interessierte. Als zentrale Organe fungieren das vierteljährlich erscheinende UNIMail und die Fachzeitschrift figura.
Neue Mitglieder – auch begeisterte Laien – sind immer willkommen!

ArtPress2, Nr. 38: La marionnette sur toutes les scènes
Wer des Französischen mächtig ist, dem sei an dieser Stelle die Themenausgabe des französischen Magazins ArtPress2 (Nr. 38, 2015) ans Herz gelegt: In der Publikation La marionnette sur toutes les scènes sind interessante Artikel rund um das zeitgenössische Figurentheatergeschehen in Europa und Amerika zu finden.

Die Autorin

Franziska Burger hat ihr Herz schon lange an das animierte Objekt auf der Bühne verloren. In ihrer Doktorarbeit, welche sie am Institut für Theaterwissenschaft der Universität Bern verfasst, versucht sie dem Verhältnis von Spieler und Spielobjekt im zeitgenössischen Figuren- und Objekttheater auf den Grund zu gehen. 

Anregungen, Irritationen und Ideen dürfen gerne an info@figura-festival.ch geschickt werden.

Figura findet man auch auf Facebook
www.facebook.com/figuratheaterfestival

 
   
Figura Theaterfestival, Bruggerstrasse 37, Postfach, CH-5401 Baden
Tel +41 (0)56 221 75 85, Fax +41 (0)56 221 75 15, info@figura-festival.ch, www.figura-festival.ch