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Figura Theaterfestival
Baden, 14.–19. Juni 2016
 
 

Liebe Freundinnen und Freunde des Figura Theaterfestivals

Willkommen im 2016! FIGURA wünscht allen ein gutes neues Jahr, erfüllt mit Glück, Gesundheit und berauschenden Figurentheater-Erlebnissen. Voller Tatendrang startet FIGURA ins neue Jahr und blickt der 12. Ausgabe des Figura Theaterfestival Baden entgegen, welche morgen genau in fünf Monaten eröffnet wird. Also, einmal kräftig in die Hände gespuckt und ran an die Arbeit – denn die To-do-Liste arbeitet sich nicht von alleine ab.

Vieles bleibt der Welt trotz Jahreswechsel erhalten. Deshalb ist der aktuelle Newsletter dem Beständigen im Leben gewidmet. Die Vorstellungsrunde des FIGURA-Teams wird fortgesetzt, und im Theater im Kornhaus (ThiK) und im Theater Stadelhofen treffen wir auf alte Bekannte. 
Ein Besuch der FIGURA-Homepage lohnt sich allemal: Die Seite wurde überarbeitet und optimiert, um den Besucherinnen und Besuchern durch eine klarer gestaltete Navigation die Orientierung zu vereinfachen: www.figura-festival.ch
 

ThiK: Habjan für FIGURA-Mitglieder

Nikolaus Habjan – Grünschnabelpreisträger von 2014 – kehrt nach Baden zurück: Der  österreichische Figurenspieler gastiert vom 10.–13. März im ThiK in Baden. Gezeigt werden die Produktionen «Der Herr Karl» und «F. Zawrel – erbbiologisch und sozial minderwertig» (Regie jeweils Simon Meusburger) – zwei Inszenierungen, die sich kritisch mit unserer Gesellschaft auseinandersetzen.

Und das wäre wieder mal ein günstiger Moment, eine Mitgliedschaft beim Verein Figura in die Tat umzusetzen. Mitglieder erhalten für die beiden Gastspiele an der Theaterkasse CHF 5 Ermässigung! Einfach beim Billettkauf unter Angabe von Namen/Firmennamen und Wohnort auf die Mitgliedschaft hinweisen.

www.thik.ch

Mitgliedschaft





FIGURA-Team

Nicht selten schafft es Catherine Beltrame nur in die Abschlussaufführung des FIGURA. Denn während des Festivals bleibt kaum Zeit, um Theater zu schauen, da Catherine mit der Organisation alle Hände voll zu tun hat. Als Allrounderin und zuständig für die HelferInnen-Koordination ist sie bereits seit 2010 Teil des FIGURA-Teams, vorher hat sie Psychologie und Kulturmanagement studiert. Was sie an Figurentheater besonders beeindruckt ist die Vielseitigkeit dieser Kunstform: Für jeden Geschmack ist etwas dabei, und selbst Menschen, die sich nicht für Shakespeare und Co. erwärmen können, finden ihre ganz eigene Nische.





5 Fragen an... Flop Lefebvre

2014 zeigte Flop Lefebvre am FIGURA die Installation «Heureuses lueurs – Allusions d'optique». Bis zum 11.2. ist er mit eben dieser, sowie der Licht-Reise-Performance «Dal vivo – Über das Leben!» und einem damit verbundenen Workshop im Theater Stadelhofen zu Gast (Voranmeldung empfohlen). Der französische Kunstschaffende produziert seit den 1990ern seine “brico-luminologie“. www.theater-stadelhofen.ch

Wieso Figurentheater?
Je suis un bricoleur - plasticien - personnage qui travaille beaucoup sur la lumière, la poétique de la lumière et de l'image. La relation qu'il y a avec le théâtre de marionnettes est probablement parce que je travaille beaucoup avec des objets. (Ich bin ein Bastler – Plastiker – jemand, der mit Licht arbeitet, der Poesie des Lichtes und der Bilder. Die Beziehung zum Figurentheater besteht darin, dass ich mit Objekten arbeite.)
Wo finden Sie Ihre Inspiration/Ideen?
Dans les objets justement, dans la matière, dans la nature, dans la lumière, dans l'humain, dans mon enfance... (In den Dingen selbst, in ihrer Materialität, der Natur, im Licht, im Menschlichen, in meiner Kindheit…)
Was für ein Ritual steht vor dem Auftritt?
Pas de rituel. (Kein Ritual.)
Wann läuft alles rund?
Tout tourne rond quand des évènements qui n'étaient pas prévus se passent et que je sais les accepter et improviser avec eux. (Es läuft alles rund, wenn sich das Unvorhergesehene ereignet, auf das ich eingehen kann und mit dem ich spielen und improvisieren kann.)
Wer ist Ihr Bühnenvorbild?
Je n'ai pas un "artiste modèle". Mais pleins de modèles qui peuvent aussi bien être des artistes, que des artisans, agriculteurs, enseignants, enfants... (Ich habe kein "künstlerisches Vorbild". Aber zahlreiche Vorbilder finden sich in Künstlern, Handwerkern, Bauern, Lehrer, Kindern…)





Todesfall Henryk Jurkowski (1927–2016)

Mit grosser Betroffenheit haben wir von Henryk Jurkowskis Tod erfahren. Der gebürtige Pole war nicht nur einer der führenden Theoretiker, die sich mit Figurentheater befasst haben, sondern war auch eine der treibenden Kräfte der UNIMA International. Die Bücher «Métamorphoses – La marionnette au XXe siècle» (2000) und «Écrivains et marionnettes» (1991) gehören neben seinen zahlreichen Vorträgen und Aufsätzen noch heute zu den wichtigsten Publikationen über Figurentheater. Mit Henryk Jurkowski hat die internationale Figurentheatergemeinschaft ein wichtiges Mitglied verloren.





FIGURA-Glossar: Objekttheater

Gemäss Christian Carrignon wurde Objekttheater am 2. März 1980 an einem Küchentisch in Frankreich erfunden, um den sich Mitglieder des Vélo Théâtre, des Théâtre Manarf und des Théâtre de Cuisine versammelten. An diesem Abend wurde der Begriff théâtre d’objets – Objekttheater – kreiert, mit welchem die Kunstschaffenden ihre Arbeit zu erfassen versuchten. Bei dieser Theaterform werden anstelle von Puppen und Figuren mit seriell produzierten Objekten aus Brockenhäusern oder dem Estrich kleine Geschichten inszeniert. Die menschlichen Darstellerinnen und Darsteller hinter dem Tisch agieren als Erzähler der Handlung. Dabei wird nie behauptet, die Objekte würden für sich selbst leben, wie dies im Figurentheater Teil der Animationsarbeit ist. Stattdessen wird es vielmehr im Fluss der Narration bewegt und arrangiert.

Dass diese Theaterform noch längst nicht im Schauspielbetrieb angekommen ist, bewies zuletzt das britische Theaterkollektiv Forced Entertainment 2015 an den Berliner Festspielen – Foreign Affairs Festival. Mit der Aufführung sämtlicher Stücke von William Shakespeare auf einer abgenutzten Tischplatte überraschten sie ihr Publikum. Die einzelnen Figuren wurden durch alte Ölflaschen, Zündholzschachteln, Putzschwämme und andere Haushaltsartikel repräsentiert. Die Sehgewohnheiten der alteingesessenen Theaterbesucher wurden auf den Kopf, beziehungsweise auf den Tisch gestellt.
www.forcedentertainment.com

Tipps, Hinweise, Literatur

Die zehn Besten

Die britische Tageszeitung The Guardian hat 2012 die zehn besten Puppen in Film, Fernsehen und Theater ausgewählt. Erstaunlich, wie viele davon hierzulande doch unbekannt sind. 
www.theguardian.com 

Die Autorin

Franziska Burger hat ihr Herz schon lange an das animierte Objekt auf der Bühne verloren. In ihrer Doktorarbeit, welche sie am Institut für Theaterwissenschaft der Universität Bern verfasst, versucht sie dem Verhältnis von Spieler und Spielobjekt im zeitgenössischen Figuren- und Objekttheater auf den Grund zu gehen. 

Anregungen, Irritationen und Ideen dürfen gerne an info@figura-festival.ch geschickt werden.

Figura findet man auch auf Facebook
www.facebook.com/figuratheaterfestival

 
   
Figura Theaterfestival, Bruggerstrasse 37, Postfach, CH-5401 Baden
Tel +41 (0)56 221 75 85, Fax +41 (0)56 221 75 15, info@figura-festival.ch, www.figura-festival.ch